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Geschrieben von: Pfarrer Schmitz   
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Sakrament der Buße und der Versöhnung

296.  Wie wird dieses Sakrament genannt? Es wird Sakrament der Buße, der Versöhnung, der Vergebung, der Beichte oder der Umkehr genannt.

298. Wann wurde dieses Sakrament eingesetzt? Der auferstandene Herr hat dieses Sakrament eingesetzt, als er sich am Osterabend seinen Aposteln zeigte und zu ihnen sprach: "Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert" (Joh 20,22-23).


299.  Bedürfen die Getauften der Umkehr?  Der Ruf Christi zur Umkehr ergeht auch weiterhin im Leben der Getauften. Die Umkehr ist eine fortwährende Aufgabe für die ganze Kirche, die heilig ist, aber in ihrem Schoß Sünder umfasst.

304.  Welche Sünden muss man beichten?  Man muss alle noch nicht gebeichteten schweren Sünden beichten, an die man sich nach einer sorgfältigen Gewissenserforschung erinnert. Die Beichte der schweren Sünden ist der einzige ordentliche Weg, um die Vergebung zu erlangen. (Wer in wichtiger Sache, mit klarem Wissen und Willen gegen Gottes Gebot handelt, begeht eine schwere Sünde - in Gedanken, Worten oder Werken.)

305.  Wann ist man verpflichtet, die schweren Sünden zu beichten?  Jeder Gläubige ist nach Erreichen des Unterscheidungsalters verpflichtet, die schweren Sünden wenigstens einmal jährlich, und in jedem Fall vor dem Empfang der heiligen Kommunion zu beichten. (Es ist heilsam, wenigstens die schweren Sünden möglichst bald zu bereuen mit dem Vorsatz, sie bei nächster Gelegenheit zu beichten!)

307.  Wer ist der Spender des Bußsakramentes?  Christus hat den Dienst der Versöhnung seinen Aposteln und deren Nachfolgern, den Bischöfen, sowie deren Mitarbeitern, den Priestern, anvertraut. Sie werden darum zu Werkzeugen der Barmherzigkeit und der Gerechtigkeit Gottes. Sie üben die Vollmacht der Sündenvergebung im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes aus.