Es ist Zeit, an Gott zu denken PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: NN   
Dienstag, 24. Mai 2016 um 19:59 Uhr

"Genug vom Menschen geredet! Es ist Zeit, an Gott zu denken."

"Es ist Zeit an Gott zu denken!" Das Fest der heiligsten Dreifaltigkeit lässt uns an Gott denken; es lenkt unseren Blick auf den dreifaltigen Gott, auf den wir getauft sind und mit dem wir unsere Gebete beginnen und beenden.

Wir haben uns Gott nicht zurechtzudenken nach unserem Geschmack, sondern ihn zu nehmen wir er sich geoffenbart hat. Es gehört zur Unterwerfung unter Gott, dass wir das Geheimnis annehmen, dass Gott Einer ist in drei Personen. Unser Verstand wird dieses Geheimnis nie auflösen können. Jesus Christus hat sich zur Gottesauffassung des Alten Testamentes bekannt. Der "Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs" ist auch der Gott Jesu Christi. Sich selbst nennt Jesus Christus "Sohn Gottes" und nimmt für sich die Wesensgleichheit mit dem Vater in Anspruch.

Christus wiederum sprach vom "anderen Beistand", vom Heiligen Geist, der "in alle Wahrheit einführen wird". Er betont sogar: "Es ist gut, dass ich gehe; wenn ich nicht ginge, würde der Heilige Geist nicht zu euch kommen." Damit ist der Heilige Geist klar unterschieden von Jesus Christus und nicht weniger Gott als er.

Es muss unsere Glaubensüberzeugung bleiben, dass Gott der Dreifaltige ist. Wir müssen das sogar in Gebet und Bekenntnis aussprechen, auch wenn heute manche uns zum Schweigen über Gott verurteilen wollen. Was geoffenbart ist kann und muss man sagen. Wir sagen "Gott" und meinen damit das Höchste, Wichtigste, Beglückendste und Ernsteste, was ein Mensch sagen kann. Aber bei der Unvollkommenheit menschlichen Denkens und Sprechens bleibt das Gottesbild unscharf. Dann setzen wir die Brille des Glaubens auf und stellen, durch die Offenbarung belehrt, fest, dass Gott Vater, Sohn und der Heilige Geist ist.

Über den dreifaltigen Gott kann man nicht oberflächlich reden. Man muss demütig staunen und anbeten. Nicht umsonst waren Zeiten lebendigen Glaubens und wacher Frömmigkeit immer zugleich auch Zeiten betonter Verehrung der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.

Es ist kein Schaden, sondern einfach ein Zeichen des beschränkten Horizontes unseres Herzens, dass wir gewöhnlich im Gebet eine Person des dreifaltigen Gottes bewusst ansprechen. ♥Wir wenden uns an den Vater, in dessen Macht und Güte wir Geborgenheit finden. Gut, zu ihm hat auch der Mensch Jesus Christus gebetet. ♥Oder wir feiern die Geheimnisse und Stationen unserer Erlösung und begehen die Feste, die Christi Erdenwirken festhalten. Wir beugen das Knie vor dem in der Eucharistie gegenwärtigen Christus, um ihn anzubeten und ihm unsere Anliegen vorzutragen. Vor dem Tabernakel sind Heilige gereift und Weltentscheidungen erbetet worden. ♥Wir beginnen alle großen Beratungen in der Kirche mit einem Gebetsruf zum Heiligen Geist und sollten auch im Privatleben nichts Wichtiges ohne Gebet zum Heiligen Geist in Angriff nehmen. Erleuchtung und Stärkung brauchen wir allemal.

Aber gelegentlich muss man sich zur Gesamtschau aufschwingen und sich wieder erinnern, dass Vater, Sohn und Heiliger Geist der eine Gott sind. Dieser dreifaltige (dreieinige) Gott muss Mitte und Ziel aller religiösen Aktivitäten sein.